Aktuelles

Ende 2020 ist vom BMVI durch die Förderrichtlinie „Digitale Testfelder in Häfen“ der Grundstein für die Unterstützung der infrastrukturseitigen Digitalisierung in Häfen gelegt worden. Folgend wird über Neuigkeiten und aktuelle Entwicklungen rund um die Richtlinie berichtet.

Informationsveranstaltung zum dritten Förderaufruf

Am Donnerstag, den 05.05.2022 ist erneut eine digitale Informationsveranstaltung zum aktuellen Förderaufruf und der Förderrichtlinie DigiTest veranstaltet worden. In dem Termin konnten sich Interessierte über die Richtlinie und deren Ziele sowie daraus abgeleiteten Anforderungen an potenzielle digitale Testfelder informieren. Zudem sind ergänzende Hinweise zum Förderaufruf und dem aktuellen Skizzeneinreichverfahren gegeben worden. Die Präsentationsfolien der Veranstaltung finden sie hier.

Weitere Einreichmöglichkeit für die Errichtung von digitalen Testfeldern in Häfen eröffnet

Heute ist ein weiterer Aufruf im Rahmen der Förderrichtlinie „Digitale Testfelder in Häfen“ veröffentlicht worden. Damit können sich nun wieder Häfen um eine Förderung von digitaler Infrastrukturen zum Aufbau digitaler Testfelder bewerben. Die Testfelder sollen die Erprobung von Innovationen rund um die Logistik 4.0 unter Realbedingungen im Hafen ermöglichen.
Die Einreichfrist für Projektskizzen ist der 15.06.2022.
Den Förderaufruf und die zugehörige Förderrichtlinie finden Sie hier auf der Internetseite. Für die Skizzeneinreichung ist die zum Download bereitgestellte Vorlage mit Formblättern zu verwenden.
Zudem ist für den 05.05.2022 eine digitale Informationsveranstaltung zum Förderaufruf, dem Skizzeneinreichverfahren und zur Förderrichtlinie geplant. Weitere Details dazu werden zeitnah hier auf der Internetseite zu finden sein.

Zwei weitere Projekte gehen an den Start: SANTANA und Portable 5.0

Mit dem Jahreswechsel nehmen die beiden Projekte SANTANA und Portable 5.0 ihre Arbeite auf.
Das Vorhaben „SANTANA“ hat zum Ziel ein digitales Testfeld im Hamburger Hafen aufzubauen, welches im Schwerpunkt die vorhandenen digitalen Netzwerke des öffentlichen Verkehrs- und Infrastrukturmanagements mit denen der privatwirtschaftlichen Logistik zu einem Netzwerk der Netzwerke verknüpft. Damit soll eine breite, gesamthafte und technologieoffene Dateninformationsbasis an einer zentralen Stelle für jegliche digitalen Innovationen im Hafen geschaffen werden. Auch der Austausch von Daten zwischen den unterschiedlichen Hafendomänen soll durch den Ansatz vereinfacht werden und schneller erfolgen können. Auf dieser Basis sollen sechs weitere Digitalisierungsmaßnahmen für das digitale Testfeld umgesetzt werden, um konkretere Erprobungsmöglichkeiten in Form von LivingLabs im Bereich der Logistik sowie des Verkehrs- und Infrastrukturmanagements zu schaffen.
„PORTABLE 5.0“ hat sich zum Ziel gesetzt, digitale Testfelder in den Häfen Wismar, Stralsund und Karlsruhe zur Erprobung von unterschiedlichen Innovationen zur Verbesserung von logistischen Prozessen aufzusetzen. Als Basis für alle drei Testfelder sollen je Hafen private 5G-Netze (Campusnetze) installiert werden, welche u.a. dazu dienen sollen, die unterschiedlichen Digitalisierungsmaßnahmen echtzeitfähig in die bisherigen Hafenstrukturen und -prozesse zuverlässig und sicher einbinden zu können. Zudem soll damit auch gewährleitstet werden, dass Dritte Zugang zu den Erprobungsmöglichkeiten in den Häfen erhalten. Aufgrund der unterschiedlichen Gegebenheiten in den Häfen entstehen trotz der gemeinsamen 5G-Kommunikationsgrundlage verschiedenen Erprobungsmöglichkeiten für Innovationen. Der Seehafen Wismar fokussiert dabei auf das Thema „automatisierte Be- und Entladung von Schiffen“, die Rheinhäfen Karlsruhe auf das digitale Managen von Hafenprozessen und der Seehafen Stralsund auf die Echtzeit-Disposition.

Projekt DigiLoewe im Berlin Westhafen gestartet

Am 01.12.2021 hat im Rahmen von DigiTest der Aufbau des zweiten digitalen Testfelds begonnen. Im Projekt DigiLoewe sollen im Berliner Weshafen bis Mitte 2024 insbesondere reale Erprobungsmöglichkeiten für Innovationen zur neuartigen Anbindung von Häfen an städtische Regionen (City-Logistik) geschaffen werden. Neben den logistischen Herausforderungen werden dabei das autonome Fahren auf Land- und Wasserseite berücksichtig. Eine gute Kommunikationsinfrastruktur ist die Grundlage für solch ein digitales Testfeld. Daher soll zunächst das in Teilen schon vorhandene Glasfaser- und WLAN-Kommunikationsnetz weiter ausgebaut werden, so dass die wesentlichen land- und wasserseitigen Verkehrswege im Hafen mit einer schnellen Kommunikationsanbindung abgedeckt werden. Des Weiteren sollen bestehende hafeninterne Transportprozesse auf der Straße und auf der Schiene automatisiert erfasst und digitalisiert sowie spezielle infrastrukturseitige Maßnahmen umgesetzt werden, die damit insbesondere einen sicheren Betrieb von autonomen Fahrzeugen unterstützen können. Insgesamt sollen die gewonnenen Daten über bestehende und neu zu schaffenden Schnittstellen Beteiligten an den Transportprozessen für Erprobungen bereitgestellt werden.