Antragstellung

Die Antragstellung erfolgt nach Förderaufruf im Rahmen eines zweistufigen Verfahrens. In der ersten Verfahrensstufe sind Projektskizzen einzureichen. In der zweiten Verfahrensstufe werden die Einreicher positiv bewerteter Projektskizzen aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag vorzulegen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden ausschließlich Projekte zum Aufbau von technischer digitaler Infrastruktur in Häfen in Form von digitalen Testfeldern, die die Erprobung von Innovationen der Logistik 4.0 unter Realbedingungen ermöglichen. Beispielhafte Erprobungsfelder sind dabei

  • die Digitalisierung der Lieferketten,
  • Administration von Prozessen,
  • Verkehrsmanagement sowie
  • automatisiertes und autonomes Fahren.

Grundsätzlich sollen die digitalen Infrastrukturmaßnahmen dabei unterstützen, Potenziale durch die Digitalisierung in Häfen zu heben, z.B. in Form

  • einer Verbesserung der logistischen Prozesse,
  • einer Verknüpfung verschiedener Verkehrsträger und/oder
  • einer Veränderung des Modal-Splits.

In dem Zusammenhang förderbare digitale Infrastrukturen sind unter anderem

  • IT-Infrastrukturen,
  • Intelligente Netzsteuerungssysteme,
  • Zentrale Port Management- und Monitoringsysteme,
  • Port Traffic Center,
  • Digitale Kommunikationsinfrastrukturen,
  • Sensorik- und Steuerungstechnik sowie
  • Drohneninfrastrukturen.

Für eine weitere Detaillierung wird auf die Nr. 1 und 4 der Richtlinie verwiesen.

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Wer kann eine Förderung beantragen?

Antragsberechtigt sind Hafenbetreiber unabhängig von ihrer Rechtsform, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Einrichtungen für Forschung und Wissensverbreitung, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Ingenieurbüros sowie Konsortien/Verbünde der vorgenannten Einheiten, die zum Zeitpunkt der Auszahlung der Fördermittel mindestens eine Betriebsstätte oder eine Niederlassung in Deutschland haben.

Was ist förderfähig?

Förderfähig sind Kosten (einschließlich Planungskosten) für Investitionen in Bau oder Modernisierung von verkehrsbezogenen digitalen Infrastrukturen in Häfen. Dies beinhaltet auch Kosten für digitale Infrastrukturen, die die Erprobung, Bewertung und Entwicklung digitaler Innovationen im Zusammenspiel von Umschlaganlagen sowie Zu- und Ablaufverkehren betreffen.
Nicht förderfähig sind industrielle Produktionsanlagen, Bürogebäude, Geschäfte und Suprastrukturen. Suprastrukturen bezeichnen dabei auf der Infrastruktur befindliche Anlagen (zum Beispiel für die Lagerung) sowie feste Ausrüstungen (zum Beispiel Lagerhäuser und Terminalgebäude) und mobile Ausrüstungen (zum Beispiel Krananlagen), die sich in einem Hafen befinden und für die Erbringung verkehrsbezogener Hafendienste bestimmt sind.

Wie hoch ist die Förderung?

Der Fördersatz kann bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten betragen. Der Fördersatz richtet sich u.a. nach der Investitionshöhe und ggf. dem Betriebsgewinn. Ausführliche Informationen sind der Förderrichtlinie unter Nr. 8 zu entnehmen. Besonders hervorzuheben sind in dem Zusammenhang die Nr. 8.2.5 für Seehäfen und 8.3.4 für Binnenhäfen der Richtlinie, in denen bei Unterschreitung von Beihilfegrenzen (5 Mio. € bei Seehäfen und 2 Mio. bei Binnenhäfen) vereinfachte Regel zur Festlegung der Förderung beschrieben sind.

Wie erfolgt die Skizzeneinreichung?

Projektskizzen können nach entsprechendem Förderaufruf und den dort festgelegten Stichtagen eingereicht werden.
Die Einreichung erfolgt über das Portal „easy-Online – Elektronisches Formularsystem für Anträge, Angebote und Skizzen“ durch den Einzelantragsteller oder den vorgesehenen Verbundkoordinator in Abstimmung mit den übrigen Projektpartnern. Dort sind die Grunddaten des Vorhabens einzutragen und die Projektskizze (als PDF-Datei) hochzuladen. Die Projektskizze sowie das Projektblatt zur Skizze (easy-Online Formular) sind parallel zur elektronischen Übermittlung auch postalisch und in unterschriebener Form beim Projektträger (PT) vorzulegen.
Der Umfang einer Projektskizze ist auf maximal 15 Seiten zu begrenzen, die in dem jeweiligen Förderaufruf dargestellte Gliederung ist zwingend zu verwenden.

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Wie erstelle ich nach der Aufforderung durch den PT eine Vorhabenbeschreibung?

Die Vorhabenbeschreibung (VHB) ist Bestandteil des Antrags und beschreibt die Inhalte sowie den Aufwand des Vorhabens. Die positiv bewertete Projektskizze bildet hierfür die Grundlage. Zur Erstellung der Vorhabenbeschreibung empfiehlt sich die Nutzung der Formatvorlage „Gliederung Vorhabebeschreibung“ . Der Vorhabenbeschreibung ist ein Ressourcenplan (Muster) beizufügen.

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Gliederung Vorhabenbeschreibung

Muster Ressourcenplan

FAQ

Wie unterscheidet sich DigiTest von IHATEC II?

  • In IHATEC II liegt der Fokus auf der Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten für innovative Technologien in deutschen Häfen.
  • In DigiTest werden hingegen Infrastrukturmaßnahmen zur Digitalisierung der Häfen gefördert.

Der durch DigiTest erfolgte Infrastrukturaufbau kann im Rahmen von IHATEC-Projekten für Forschungsarbeiten genutzt werden.

Können Einrichtungen bzw. digitale Infrastrukturen auch außerhalb des Hafengeländes gefördert werden?

Der Schwerpunkt des geplanten Auf- oder Ausbaus von digitaler Infrastruktur soll innerhalb der Hafengrenzen liegen. Kann das Projekt nur einen Beitrag zu den in der Förderrichtlinie genannten Zielen (z.B. Verbesserung der logistischen Prozesse für verkehrsbezogene Hafendienste) leisten, indem auch digitale Infrastrukturen außerhalb des Hafengeländes miteinbezogen werden, so ist dies ausnahmsweise förderfähig.

Eine Förderung von digitaler Infrastruktur außerhalb der Hafengrenzen ist somit nur in besonders begründeten Fällen möglich.

Kann ein Antragssteller auch mehrere Anträge gleichzeitig stellen?

Ja, grundsätzlich ist das möglich, jedoch müssen sich die Vorhaben hinsichtlich Zielsetzung bzw. digitaler Ausstattung unterscheiden.