DigiWeser

Implementierung einer überbetrieblichen Koordinationsplattform zur Port Call Optimierung als digitales Testfeld im Überseehafen der Bremischen Häfen in Bremerhaven

Projektfakten

Projektkoordinator

Sonstiges Sondervermögen Hafen der Stadtgemeinde Bremen

vertreten durch die bremenports GmbH & Co.KG

Projektvolumen

1,6 Mio. € (davon 80,00 % Förderanteil durch BMV)

Projektlaufzeit

12/2025 – 12/2026

Erprobungsmöglichkeiten für Dritte

– Forschungseinrichtungen können Daten nutzen und weiterverwenden.

– Hafenakteure können ihre IT-Systeme an- binden und Abläufe (Liegeplatzplanungen etc.) im geschützten Testfeld optimieren.

– Die Plattform kann mit Systemen anderer Verkehrsträger (Straße, Schiene) vernetzt werden zur Erprobung durchgehender Ha- fenprozesse für mehr Transparenz

Ansprechpartner

Matthias Hinz (Smartport Koordinator)
zngguvnf.uvam@oerzracbegf.qr

Ansprechpartner Projektträger

TÜV Rheinland Forschungs- und Innovationsmanagement GmbH
Marcel Vierkötter
Tel.: +49 221 – 806 4110
E-Mail: znepry.ivrexbrggre@qr.ghi.pbz

Foto

Copyright bremenports GmbH & Co. KG

Ausgangslage/Motivation

Häfen, darunter auch die Bremischen Häfen, stehen vor der Herausforderung, komplexe Hafenprozesse effizienter und transparenter zu gestalten. Derzeit erfolgt die Koordination von Schiffsanläufen in Bremerhaven über eine Vielzahl nicht vernetzter Systeme und manueller Kommunikationswege.
Medienbrüche, begrenzte Planungshorizonte und fehlende Echtzeitdaten erschweren eine vorausschauende Steuerung. Vor dem Hintergrund wachsender Anforderungen an Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Wettbewerbsfähigkeit ist eine zentrale, interoperable Plattform zur Port Call Optimierung dringend erforderlich.

Projektziel

Mit DigiWeser entsteht im Überseehafen in Bremerhaven eine überbetriebliche Datenplattform als digitales Testfeld. Damit sollen sich u.a. neue Ansätze zur Port Call Optimierung erproben lassen. Ziel ist es dabei, eine standardisierte, modular erweiterbare Lösung zu schaffen, die alle relevanten Akteure – von Behörden über Terminals bis zu Reedereien – vernetzt und eine datenbasierte, Just-in-Time-Steuerung von Schiffsanläufen ermöglicht – ohne in hoheitliche Zuständigkeiten einzugreifen. Die Plattform und die darauf aufbauenden Lösun- gen sollen als Blaupause für weitere Hafenstandorte entlang der Weser sowie darüber hinaus dienen.

Umsetzung

Für den Bereich der Containerterminals an der Stromkaje wird eine cloudbasierte Plattform als eigenständige Instanz eingerichtet. Über offene Schnittstellen werden bestehende Systeme wie das behördliche Planungssystem BrePOS und die Terminalsoftware (TOS-Systeme) angebunden. Die Plattform basiert auf einem Software-as-a-Service-Modell mit rollenbasiertem Zugriff und Event-Messaging. Sie ermöglicht die risikofreie Erprobung neuer digitaler Prozesse im laufenden Hafenbetrieb und erfüllt höchste Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit. Die technische Umsetzung erfolgt agil und iterativ, begleitet von einem strukturierten Stakeholdermanagement.