Für die weitere Digitalisierung in Häfen durch Datenerfassung und -verarbeitung sind zuverlässige, robuste und sichere Sensornetze eine wesentliche Grundlage. Diese müssen eine hohe Abdeckung und Verfügbarkeit bieten, um neue Potenziale zur Verbesserung logistischer und verkehrlicher Prozesse zu erschließen. Die Rheinhäfen Karlsruhe planen die Etablierung und Erprobung eines digitalen Testfelds zur KI-gestützten Datenverknüpfung der Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasserstraße. Durch die Realisierung verkehrsträgerübergreifender Erprobungsmöglichkeiten im Rheinhafen für verschiedenste Anwendungsfälle soll ein hoher Multiplikatoreneffekt erreicht werden, von denen auch andere deutsche Häfen in Zukunft profitieren können.
Im Infrastrukturvorhaben „PORTCONNECT“ wird auf Basis digitaler Datenerfassung durch die Vernetzung der Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasserstraße ein digitales Testfeld geschaffen. Die Ausstattung der Rheinhäfen Karlsruhe mit der neuartigen und digitalen Infrastruktur legt einen wichtigen Grundstein für eine zukunftsfähige wie auch nachhaltige Entwicklung des Binnenhafens.
Im Rahmen des Vorhabens soll die digitale Infrastruktur im Bereich Schiene durch zwei OCR-Gates zur Überwachung und Steuerung des schienenseitigen Güterverkehrs am zentralen Gleisanschluss zum Hafen aufgebaut werden. Ergänzend erfolgen die Installation von Kamerasensoren zur Überwachung und Steuerung des LKW-Verkehrs zum Containerterminal sowie der Aufbau eines wasserseitigen Videoüberwachungs- und Radarsystems zur automatischen Schiffserkennung und -erfassung. Zusätzlich soll ein Datenhub als zentrale Datenschnittstelle errichtet werden, welcher über Glasfaser und dem bestehenden 5G-Campusnetz direkt mit den Informationen in Bezug auf die Verkehrsträger Straße, Schiene und Binnen- wasserstraße versorgt wird.