Der Hafen Trier nimmt als trimodales Logistikhub eine wichtige Rolle als Drehscheibe für die Lieferketten in der Region ein. Dabei steht die Verkehrsverlagerung in Richtung Bahn und Binnenschiff im Fokus. Verkehrssicherungspflichten sind dabei ein wichtiger, aber auch zeitintensiver Bestandteil der Verantwortung von Binnenhäfen. Ein Großteil der Zeit entfällt nicht nur auf die Behebung der Sicherheitsrisiken, sondern auch auf das Detektieren der Schäden. Die automatisierte Erkennung von Schäden und Sicherheitsrisiken soll dazu beitragen eine schnellere, effizientere und günstigere Reparatur zu ermöglichen, um die Verkehrssicherungspflichten bestmöglich gewährleisten zu können.
Für die Erprobung der automatisierten Schadenerkennung wird im Rahmen des Vorhabens ein digitales Testfeld errichtet. Dafür wird auf eigene Kosten eine Drohne beschafft, um autonom das Hafengebiet zu befliegen. Zudem wird das 5G-Campusnetz erweitert, um bei der Befliegung durchgehend den Kontakt zur Drohne aufrecht erhalten zu können. Mit Hilfe von Kameras und Sensorik werden Videoaufnahmen des Hafengeländes erstellt, um anschließend einen KI basierten Abgleich zum Idealzustand anzustellen. Entsprechende Sicherheitsrisiken sollen mittels KI-Erkennung automatisch detektiert werden.
Im Anschluss an die Planungsphase sollen die Ausschreibungen für die Beschaffung der Drohne und deren Komponenten sowie der 5G-Erweiterung durchgeführt werden. Zudem wird die Software für die KI ausgeschrieben. Nach der Beschaffung werden die Komponenten installiert. Durch die Drohnenflüge sollen erste Daten gesammelt werden, um die KI anzulernen. Die Software wird dann im Anschluss in der Praxis getestet, um sie weiter optimieren zu können, bis sie möglichst zuverlässig Schäden erkennt. Die Daten und die Infrastruktur des digitalen Testfelds sollen im Anschluss auch in anderen Forschungsprojekten und durch Dritte genutzt werden.